Spielberichte mU20 OL — Saison 07⁄08
Norddeutsche Meisterschaften 2008 - Hermsdorf, 3./4.5.
Mit dem Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft beendet die u20 erfolgreich die Saison 2007/08. Durch den Sieg bei den Ostdeutschen Meisterschaften war Hermsdorf Gastgeber auch dieses Turniers. Erneut wurde in der Heidenheimer Str. gespielt, weil die Cité Foch nicht zur Verfügung stand.

1.Tag - Gruppe A
Im ersten Gruppenspiel trafen die Hermsdorfer Jungs auf die Lübecker Turnerschaft. Nach einem guten Beginn (14:2) wurde stark nachgelassen, so dass die Gäste schon in der siebten Minute schon wieder dran waren (16:15). Bis zum 25:23 war das Spiel noch ausgeglichen, danach setzten sich die Hermsdorfer dank ihrer körperlichen Überlegenheit ab. Die 46:33 Halbzeitführung wurde schnell ausgebaut, so dass der Sieg schon in der 25 Minute sicher war (61:37). Danach konnte man das Tempo etwas verlangsamen und Kräfte für die weiteren Spiele sparen. Das Endergebnis lautete 86:61 aus Hermsdorfer Sicht. Nachdem die Lübecker auch ihr zweites Spiel gegen Westerstede verloren (58:89), kam es im letzten Gruppenspiel zum Duell um den ersten Gruppenplatz. Das Spiel entwickelte sich dann auch zum spannendsten des ganzen Turniers. Keine Mannschaft konnte sich im gesamten Spiel auf mehr als sechs Punkte absetzen, nur im ersten Viertel wechselte die Führung sieben Mal. Während in der ersten Halbzeit mehr die Offense dominierte (38:40), wurde im zweiten Spielabschnitt um jeden Punkt hart gekämpft. Dreizehn Sekunden vor dem Ende traf der Aufbauspieler der Westersteder zur 61:60 Führung für die Gäste. Im letzten Angriff hatten die Hermsdorfer noch einen Wurf zum Sieg, der aber leider das Ziel verfehlte. So qualifizierte man sich als Gruppenzweiter fürs Halbfinale, was sich im Nachhinein nicht als Nachteil erwies.

Ergebnisse:
VfB Hermsdorf - Lübecker Turnerschaft 86:61
Lübecker Turnerschaft - TSG Westerstede 58:89
TSG Westerstede - VfB Hermsdorf 61:60

1.Tag - Gruppe B
In der Gruppe B verlor der RSV Stahnsdorf sein erstes Spiel gegen Rist Wedel überraschend hoch mit 64:98. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (20:16 für den RSV), erkämpften sich die Wedeler bis zur Halbzeit eine 41:36 Führung. Man erwartete eine spannende zweite Hälfte, da der SC Rist nur mit sieben Spielern antrat. Es kam aber ganz anders: Während bei den Brandenburger nichts mehr lief, traf die Mannschaft aus Wedel plötzlich alles. Acht Dreier in der zweiten Halbzeit demoralisierten die Stahnsdorfer total, sie gaben sich auf und mussten eine hohe Niederlage hinnehmen. Im zweiten Gruppenspiel gewannen die etwas frischeren Göttinger gegen Wedel mit 76:71. Vor dem letzten Gruppenspiel war Wedel damit schon fürs Halbfinale qualifiziert, während Stahnsdorf einen Sieg von mindestens zwanzig Punkten Unterschied brauchte, um doch noch unter die letzten Vier zu kommen.  Fest entschlossen dieses Ziel zu erreichen starteten die Brandenburger in das Spiel. Nach dem ersten Viertel führten sie schon mit 25:15. Kontinuierlich bauten sie die Führung aus und fünf Minuten vor dem Ende waren sie ihrem Ziel ganz nahe. Eine 73:52 Führung bedeutete in diesem Moment die Qualifikation fürs Halbfinale. Die Göttinger wollten sich nicht so leicht geschlagen haben und ihre gute Ausgangssituation verspielen. So entwickelten sich packende letzte fünf Minuten. Durch einen wichtigen Dreier und zwei weitere Körbe des Aufbauspielers Tobias Welzel drückten die Niedersachsen die Differenz wieder unter 20 Punkte. Da die Stahnsdorfer in den entscheidenden Phasen etwas überhastet agierten und vier Freiwürfe in Folge vergaben, konnte sich Göttingen doch noch retten und verlor nur mit 67:83.  Damit beendete Rist Wedel die Gruppenphase auf dem ersten und Göttingen auf dem zweiten Platz. Stahnsdorf schied als Tabellendritter aus.
Ergebnisse:
 RSV Stahnsdorf - SC Rist Wedel 64:98
 SC Rist Wedel - BG 74 Göttingen 71:76
  BG 74 Göttingen - RSV Stahnsdorf 67:83

2. Tag - Finalrunde
Somit kam es im ersten Halbfinale zum reinen Niedersachsenduell. Im ersten Viertel schien der Meister aus Westerstede auch dieses Mal bessere Karten zu haben. Mit guter Verteidigung setzten sie die Göttinger unter Druck und erlaubten in zehn Minuten nur sechs Punkte (22:6). Ganz anderes Bild im zweiten Viertel. Die Göttinger Distanzschützen liefen plötzlich heiß und trafen von überall. Sechs Dreier und 36 Punkte gelangen ihnen im zweiten Spielabschnitt. Zur Halbzeit lag die Mannschaft aus Westerstede mit 36:42 zurück. Ähnliches Bild auch in der zweiten Hälfte. Westerstede versuchte sich wieder ins Spiel zu kämpfen und kam 2-3 Mal wieder näher heran. Immer wieder trafen aber die Spieler aus Göttingen wichtige Dreier und konnten sich wieder absetzen. Nach dem dritten Viertel war die Moral des Gegners dann endgültig gebrochen und Göttingen feierte einen souveränen Sieg und den Einzug ins Finale.
Im zweiten Halbfinale spielten die Hermsdorfer Jungs gegen den SC Rist Wedel. Nach einem 7:0 Start für Hermsdorf kam Wedel besser ins Spiel und gestaltete die Begegnung ausgeglichen. Zur Halbzeit stand es 35:33 für Hermsdorf. In der zweiten Hälfte zeigten sich die Hermsdorfer viel entschlossener und ließen den Gästen keine Chance. Wie schon am Tag zuvor gegen Göttingen hatten sie auch im Halbfinale große Probleme gegen das Fast Break Spiel des Gegners. Die Hermsdorfer nutzten diese Schwäche aus und forcierten das Tempo. Immer wieder kamen sie dadurch zu Überzahlsituationen und einfachen Körben. Auch dieses Halbfinale war schon nach dem dritten Viertel entschieden (63:47). In den letzten zehn Minuten sparte man schon die Kraft für das Finale.
Damit stand das Finale Hermsdorf gegen Göttingen fest. Im ersten Viertel agierten beide Teams auf Augenhöhe (15:15). In den zweiten zehn Minuten kamen die Hermsdorfer Distanzschützen wesentlich besser zum Zuge als ihre Göttinger Gegenspieler. Fünf Dreier fanden im zweiten Viertel ihr Ziel. Da die Verteidigung wie im gesamten Turnier hervorragend funktionierte, konnte sich die Mannschaft eine beruhigende Führung erspielen. Besonders gut gelang es, den bis dahin überragenden Point Guard Tobias Welzel zu kontrollieren. Die Göttinger gaben zwar nicht auf, hatten aber in der zweiten Halbzeit nie wirklich eine Chance, das Spiel noch zu drehen. Im letzten Viertel sicherte Max Kästel mit zehn Punkten in Folge den Sieg für Hermsdorf. Besonders erfreulich war, dass sich die Bankspieler in guter Verfassung zeigten und es kaum Unterschiede in der Intensität gab. So konnte man sich sogar erlauben, im Endspiel auf Nico Adamczak ganz zu verzichten und Nino Valentic nur Kurzeinsätze zu geben. Am Ende gewannen die Hermsdorfer um den bei diesem Turnier überragenden Kapitän Eduardo Panda mit 65:55 und feierten die erste Norddeutsche Meisterschaft des VfB Hermsdorf.
Ergebnisse:
1. Halbfinale: TSG Westerstede - BG 74 Göttingen 74:93
2. Halbfinale: SC Rist Wedel - VfB Hermsdorf 58:82
Finale: BG 74 Göttingen - VfB Hermsdorf 55:65

Damit gewann die u20 in diesem Jahr neben der Berliner Meisterschaft auch noch die Ostdeutsche und zum Schluss die Norddeutsche Meisterschaft. Ein toller Erfolg für die Jungs und den Verein VfB Hermsdorf. Die zwei 88er des Teams (Julian Eichner und David Merker) beenden mit diesem schönen Erfolg ihre "Jugendkarriere".

Norddeutsche Meister 2008:
Janek Thie 60 Punkte, Eduardo Panda 52, Max Kästel 51, Malte Hinz 38, Nino Valentic 32, Nico Adamczak 25, David Merker 17, Julian Eichner 7, Marcel Ksoll 6, Can Atici 3, Malte Jas 2. Sebastian Eckert konnte leider nicht teilnehmen.
 
Ostdeutsche Meisterschaften 2008 - Hermsdorf, 12./13.4.
Berliner Meistertitel berechtigte den VfB Hermsdorf die ostdeutschen Meisterschaften der u20 auszutragen. Das Turnier wurde in der Heidenheimer Str. gespielt. In der Gruppe A trafen die Hermsdorfer zuerst auf den Meister aus Brandenburg, RSV Stahnsdorf. In einem intensiven Spiel konnte sich der Gastgeber erst in der Schlussphase durchsetzen und mit 62:59 gewinnen. Das zweite Spiel gegen den Vizemeister aus Sachsen-Anhalt, SSV Einheit Weißenfels war dagegen schnell entschieden. Mit guter Verteidigung und schnellem Spiel gingen die Hermsdorfer nach fünf Minuten mit 15:3 in Führung. Danach war der Sieg nicht mehr in Gefahr (Endergebnis 88:43). Im dritten Spiel der Gruppe A setzte sich Stahnsdorf gegen Weißenfels durch und erreichte zusammen mit Hermsdorf das Halbfinale.
In der Gruppe B hatte der ASV (Vizemeister aus Berlin) wenig Mühe. Sowohl gegen Potsdam als auch gegen den USV Halle gab es deutliche Erfolge. In einer spannenden Begegnung setzte sich Potsdam im letzten Angriff gegen Halle durch (79:77) und qualifizierte sich ebenfalls fürs Halbfinale.
Somit kam es am Sonntag zu zwei Duellen Berlin - Brandenburg. Im ersten Spiel hatten die Hermsdorfer wenig Probleme. Ähnlich wie Weißenfels, kamen die Potsdamer nicht mit der aggressiven Verteidigung der Gastgeber zurecht. Nach sieben Minuten war auch dieses Spiel entschieden (24:7). Am Ende hiess es 102:48 aus Hermsdorfer Sicht. Das zweite Halbfinale hatte viel mehr Spannung zu bieten. ASV startete viel besser und konnte sich zur Halbzeit eine acht Punkte Führung erspielen. Die körperlich überlegenen Stahnsdorfer erhöhten in der zweiten Hälfte das Tempo und übernahmen die Spielkontrolle. Die Berliner kämpften bis zum Schluss, konnten das Spiel aber nicht mehr drehen.
Damit bestritten Hermsdorf und Stahnsdorf nach dem ersten auch das letzte Spiel des Turniers. Beide Mannschaften waren schon für die Norddeutschen Meisterschaften qualifiziert, der Sieger der Partie durfte sogar das Turnier ausrichten. Wieder entwickelte sich eine intensive und spannende Partie. Vor dem letzten Viertel führten die Gäste mit 48:47. Im letzten Spielabschnitt zeigten sich die Hermsdorfer in den entscheidenden Aktionen frischer und schneller. Mit einem 9:0 Lauf zwei Minuten vor dem Ende erspielten sie sich einen Vorsprung, den die Gäste nicht mehr aufholen konnten. Am Ende gewann Hermsdorf mit 69:58 und damit auch die Meisterschaft.

Für den VfB Hermsdorf spielten bei diesem Turnier: Nico Adamczak, Eduardo Panda, Nino Valentic, Janek Thie, Can Atici, Malte Jas, Malte Hinz, David Merker, Max Kästel und Julian Eichner.
Damit darf der VfB auch die Norddeutsche Meisterschaft ausrichten. Dieses Turnier findet am 3. und 4. Mai ebenfalls in der Heidenheimer Str. statt. Die Gegner dort sind neben dem RSV Stahnsdorf noch TSG Westerstede und BG Göttingen aus Niedersachsen sowie Rist Wedel und Lübecker TB aus Hamburg/Schleswig-Holstein.
 

Alle Ergebnisse:

Gruppe A - 12.4.08
11:00 Uhr - VfB Hermsdorf - RSV Stahnsdorf 62:59
14:45 Uhr - RSV Stahnsdorf - SSV Einheit Weißenfels 85:70
18:30 Uhr - SSV Einheit Weißenfels - VfB Hermsdorf 43:88

Gruppe B - 12.4.08
12:45 Uhr - ASV Berlin - USV Potsdam 84:46
16:30 Uhr - USV Potsdam - USV Halle 79:77
20:15 Uhr - USV Halle - ASV Berlin 50: 85

13.4.08
10:00 Uhr - VfB Hermsdorf - USV Potsdam (1. Halbfinale) 102:48
12:00 Uhr - ASV Berlin - RSV Stahnsdorf (2. Halbfinale) 54:58
14:45 Uhr - Finale:
VfB Hermsdorf
- RSV Stahnsdorf 69:58
 

Oberliga Berlin 2007/08
Mit einer Bilanz von 12 Siegen und 4 Niederlagen gewann der VfB Hermsdorf die Berliner Meisterschaft 2007/08. In einer sehr wechselhaft verlaufenden Saison wuchs die Mannschaft zusammen und holte verdient den Titel. Am Anfang der Saison spielte das Team gegen BT und DBV und startete mit zwei Siegen. Danach folgten drei bittere Niederlagen in Folge, die die Hoffnung auf eine gute Platzierung fast zerstörten. Alle drei Spiele wurden in den letzten Sekunden entschieden. Dabei vergab man eine hohe Führung ab (beim 82:85 gegen ASV), versäumte es einen offenen Korbleger zu finden (beim 83:84 gegen BG 2000) oder schaffte es mit 72:73 gegen TuS Lichterfelde zu verlieren, obwohl zehn Sekunden vor dem Ende mit zwei Punkten in Führung und mit zwei Freiwürfen. Nach diesen Rückschlägen zeigte das Team eine tolle Moral und gewann die nächsten fünf Spiele in Folge. Dabei waren ein überzeugendes 102:49 gegen Spandau und die Revanche für die erste Saisonniederlage gegen ASV (94:74). Dazu wurden BT und DBV zum zweiten Mal geschlagen. Gegen den Tabellenletzten Pfefferwerk gab es ebenfalls einen Sieg. Im letzten Spiel des Jahres 2007 unterlag man nach einem guten Spiel Südwest mit 64:72. Mit einer durchwachsenen 7-4 Bilanz ging das Jahr zu Ende. Da es aber in der Liga keine überragende Mannschaft gab, hatte man noch alle Chancen auf die Meisterschaft. Nach einem verkrampften Start ins neue Jahr (62:58 gegen TuS Lichterfelde) funktionierte die Mannschaft immer besser und steigerte Woche für Woche ihre Leistung. Überzeugende Siege gegen BG 2000 (100:63), Spandau (83:52) und Pfefferwerk (110:46) waren das Ergebnis. Dadurch erkämpfte sich das Team die Chance im letzten Saisonspiel gegen Südwest um die Meisterschaft zu spielen. Bei einem Sieg wäre Hermsdorf Meister gewesen, bei einer Niederlage würde man auf den dritten Platz zurückfallen und wäre nicht für die überregionalen Meisterschaften qualifiziert. Sehr konzentriert starteten die Hermsdorfer ins Spiel und beherrschten den Gegner. Der Vorsprung wuchs zeitweise bis auf zwanzig Punkte (Halbzeit 54:36). Wie erwartet gaben sich die Gastgeber aber nicht auf und unser Team konnte das Tempo nicht durchhalten. Immer näher kam Südwest heran und ging vier Sekunden vor Ende sogar in Führung. Im letzten Angriff der Hermsdorfer wurde Eduardo Panda gefoult und erhielt zwei Freiwürfe. Eiskalt verwandelte er beide und brachte den 92:91 und den Titel nach Hermsdorf. Ein packendes Finale einer interessanter Saison. Als Berliner Meister darf der VfB Hermsdorf die Ostdeutschen Meisterschaften am 12./13.4. ausrichten.