Spielberichte wU19 OL — Saison 16⁄17
Berliner Meister 2017!
- Die wu19 schlägt in einem spannenden Endspiel Tus Lichterfelde und setzt sich die Krone auf –
"Wir sammeln zweite Plätze", hieß es noch vor zwei Wochen, als das Team über die vergangenen Endturniere nachdachte. Damit sollte es nun vorbei sein, beschlossen wir. Auf den Beschluss folgten acht reine u19 Trainingseinheiten, zwei Testspiele, ein Halbfinale, sowie das große Finale.
Vor dem Endspiel war uns bewusst, dass uns TuS Lichterfelde im technischen und athletischen Bereich deutlich überlegen war, sowie mit einer tiefen Rotation mit neun WNBL und/oder 2.Regionalliga-Spielerinnen antrat. Die Marschroute war demnach, dass uns ein langsames Spiel eher entgegenkommen würde. Wir schickten kaum mal einen Spieler zum Offensivrebound, fokussierten unsere Defense auf Transition und Zonenschutz. Keine einfachen Punkte, weder im Fastbreak, noch im nahen Zweierbereich für den Gegner, kein "Zocken" unsererseits auf Offensivrebounds oder Steals, nur seriöse Basics. In der Offense die Stärken im "two-men-game" von Annika und Sandrine nutzen, die Freiräume für die anderen Spielerinen schaffen und einige Plays, in denen wir gezielt die Stärken einzelner Spieler herauspickten. Das sollte es sein. Unser Gameplan. Und er funktionierte. Die Spielerinnen setzten in absolut herausragender Art und Weise alles um, was wir uns vornahmen. Nicht nur für einen kurzen Abschnitt, sondern in den gesamten vierzig Minuten. Man kann sich kaum vorstellen, welche Konzentrationsleistung die Hermsdorfer Spielerinnen leisteten. All dies kombinierten sie auch noch mit absoluter Leidenschaft und verdammt viel Charakter, weshalb wir uns verdient Berliner Meister nennen dürfen.

Aber zunächst der Reihe nach. Der Start verlief für unser Team defensiv sehr gut, wir ließen kaum etwas zu. Offensiv gingen wir durch einen Dreier in Führung, hatten danach durchaus einige gute Möglichkeiten, direkt am Ring abzuschließen, verlegten aber. So war es schon zu Beginn ein absolutes low-scoring-game, in dem wir nach sechs Minuten mit 6:2 führten und zur Viertelpause durch einige Drives von Annika mit 10:6 knapp den Vorsprung hielten. Auch wenn TuSLi im Anschluss eine 6:0 Serie hinlegte und das erste Mal in Führung ging, schien unser Gegner ob der Schwere der Aufgabe schon etwas irritiert.
Bis zur Halbzeit hatten wir dann auch unsere Cut-Defense in den Griff bekommen, zwangen TuSLi zu vielen schweren Würfen und hielten unseren Gegner damit bei 0 Punkten in den letzten vier Minuten. Bei uns zeigte dann unter anderem Caren in der Offense erhöhte Aktivität und war mitverantwortlich für die 16:12 Pausenführung.
Wir erwarteten ein Feuerwerk TuSLi's nach der Pause und bekamen immerhin ein bis zwei gezündete Raketen in Form von Fastbreaks und einem Dreier. 7:0 Serie, die Führung war weg. Brechen wir jetzt ein? Nein. Wozu auch? Nach einer Auszeit war die Konzentration wieder hergestellt und der defensive Beton erneuert. Sandrine und Lisa holten uns die Führung zurück (22:19), TuSLi glich mit einem Dreier kurz vor der Viertelpause aus.
Unentschieden also vor den letzten zehn Minuten. Es war Zeit, auf der großen Bühne sein bestes Spiel auszupacken. Große Teams genießen große Bühnen und wir genossen nicht nur die drei Viertel bis dahin, sondern auch die abschließenden zehn Minuten in vollen Zügen.
Insbesondere Annika war im gesamten vierten Viertel offensiv nicht zu halten und erzielte 13 ihrer 20 Punkte – meistens per Penetration im 1vs1 oder als Ballhandler aus dem Pick and Roll.
Als wir durch ein "and-one" von Therese sechs Minuten vor Ende auf 34:28 weggezogen waren, bahnte sich schon an, dass die Überraschung klappen könnte. TuSLi konnte jedoch nochmal kontern - wie so oft in diesem Spiel per Dreipunktwurf mit Brett. Diese Würfe sahen wie halbe Notwürfe und nicht so gewollt aus. Insgesamt traf TuSLi von ihren fünf Dreiern vier mit Brett. Wenn man das noch bedenkt, dann ist unsere defensive Leistung wahrscheinlich noch höher einzustufen. Denn man muss auch noch betrachten, dass TuSLi gar nicht mal so viele Turnover hatte (13). Sie schlossen also sehr viele Angriffe mit einem Wurf ab, aber diese Abschlüsse waren einfach immer gut verteidigt, immer mit einer Hand im Gesicht. Der niedrige Score von Lichterfelde ist deshalb nicht so sehr auf ein unglaublich fehlerlastiges Spiel zurückzuführen, sondern vor allem mit der grandiosen defensiven Kompaktheit von unseren Spielerinnen zu begründen.
Da aber die angesprochenen Würfe mit Brett glücklich fielen, tastete sich TuSLi noch auf 34:33 und 38:36 heran.
Die letzten 1:30 Minuten waren dann aber der endgültige Triumphzug unseres Teams. Annika per Korbleger und Sandrine an der Linie ließen uns auf 41:36 absetzen und eine Hand an der Medaille haben. Bei noch 45 Sekunden zu spielen, entschied Lisa dann endgültig das Spiel von der Dreipunktlinie. Übrigens mit Brett. Welch Ironie. Bei +8 und einer halben Minute auf der Spieluhr starteten auf der Bank und auf den Rängen die Feierlichkeiten. Hier konnte nichts mehr anbrennen und hier brannte nichts mehr an.
Voller Stolz umarmten sich Spielerinnen und Coaches, beklatschten sich gegenseitig mit den Fans und nahmen bei der Siegerehrung eine gute Stunde später die Goldmedaille entgegen.
Dieses Spiel hat viele Geschichten geschrieben, jeder Spieler hat sein Kapitel. Da wäre zum Beispiel Annika, die das vielleicht beste Spiel ihrer Karriere machte, was schon viel aussagt, denn sie macht viele gute Spiele. Aber beachtet man die Kombination, dass es ein Finale war und dass sie 40 Minuten dem Druck der gegnerischen Presse mit einer winzigen Anzahl an Turnovern wiederstand, noch dazu Topscorerin war, dann kann man die obige Aussage wohl so stehen lassen. Oder die Riege aus Emma, Fiona und Merle, die das gesamte Final Four die an sie verteilten Minuten defensiv über jeden Zweifel erhaben und offensiv ohne technischen und taktischen Fehler sehr gut nutzten. Dann die Schwerstarbeit von Therese, Lea und Caren, die defensiv im Finale ein Level an Konzentration erreichten, welches kaum für möglich gehalten werden kann. Kein schlechtes Close-out, kein vergessenes Box-Out, kein Überspielen und immer den Arm oben. Dazu noch die offensiven Akzente von Caren im Finale und Therese im Halbfinale. Oder Lisa, die als Co-Playmaker fungierte, sowie das gesamte Final Four über unsere verlässliche Größe aus der Distanz war. Die das Halbfinale mit einem Scoring-Run in sichere Bahnen steuerte und im Finale wichtige Würfe traf. Da wäre dann auch noch Isabell, die das Final Four mit einem Bänderriss verpasste, aber nicht nur auf der Bank anfeuerte und die Stats aufschrieb, sondern auch eine sehr gute Saison spielte und damit einen großen Anteil am letztlichen Erfolg des Teams hatte. Zu guter Letzt noch Sandrine, die als überragender Anker in der Zone Würfe veränderte, Würfe blockte und in beiden Spielen die Bretter dominierte, sowohl defensiv als auch offensiv und die offensiv unermüdlich Blöcke stellte und im 1vs.1 ihre Gegner forderte.
Coach Stephan und Co-Trainerin Anne sind ob dieses Wochenendes glücklich und stolz, diese charakterstarke Truppe nach all den Ausfällen erfolgreich zum Titel geführt zu haben.
Team und Trainer bedanken sich an dieser Stelle außerdem für die sensationelle Unterstützung bei den Fans und gratulieren den anderen Final-Four-Teams zu ihren erreichten Platzierungen.

TuS Lichterfelde vs. VfB Hermsdorf 36:46
Viertelergebnisse: 6:10, 6:6, 10:6, 14:24

Punkteverteilung:
Annika Polak 20 Punkte (3/4 Freiwürfe; 1 Dreier), Lisa Kamecke 11 (1/2; 2x3), Sandrine Schlegel 7 (3/4), Caren Heymen 5 (1/2), Therese Pleyer 3 (1/1), Emma Christmann, Lea Tschubel, Merle Borchert, Fiona Katthaen

Natürlich nicht in Vergessenheit soll das Halbfinale geraten, welches aber dem Finale in diesem Bericht den Vortritt lassen musste. Zwischen unserem Team und dem Finale stand aber erstmal noch die BG 2000 Berlin. In einem Spiel, in dem wir uns lange schwer taten, ein richtiges Polster herauszuspielen, gewannen wir dank eines starken vierten Viertels letztendlich mit 63:47.
Zu Beginn fehlte uns die Fähigkeit, eine vernünftige Hilfe aufzubauen und die spielbestimmenden BG-Spielerinnen, Nummer 4 und 5, zu verteidigen. Nachdem wir zu Beginn mit 4:8 zurücklagen, konnten wir vor allem dank Sandrines dominanten Inside-Game den Spielstand zu unseren Gunsten drehen und kurz vor Ende des ersten Viertels mit 17:10 ein kleines Polster unser Eigen nennen. Da wir aber die oben genannten Probleme weiterhin nicht in den Griff bekamen, konnte BG 2000 kontern und beim 19:17 wieder in Führung gehen. Es sollte die letzte Führung unseres Gegners in diesem Spiel sein. Wir erspielten uns in dieser Phase durch gute Anspiele Inside und darauf folgende Cuts zum Korb viele sehenswerte Punkte. Besonders Therese und Caren zeigte eine gute Aktivität beim Schneiden ohne Ball in das Herz der Defense. Zur Halbzeit hatten wir demzufolge eine kleine Führung inne (32:29).
Die in der Pause angesprochenen defensiven Probleme lösten wir in Halbzeit 2 eigentlich ganz gut. Wir kümmerten uns sehr intensiv und deutlich aufmerksamer um die beiden gegnerischen Schlüsselspieler und konnten auch bei den Rotationen Verbesserungen aufzeigen.
Allerdings schlief im dritten Viertel unsere Offense weitestgehend ein, sodass es ein enges Spiel blieb (41:37).
Im vierten Viertel platzte dann der offensive Knoten. Insbesondere Lisa scorte sich in einen Lauf und erzielte 11 ihrer 20 Punkte im Schlussabschnitt. Eine 13:0 Serie brachte uns von 48:45 auf 61:45, womit wir das Spiel im Mittelteil des Viertels endgültig entschieden.
Es bleibt festzuhalten, dass wir lange Zeit entweder ein kleines offensives oder defensives Problem hatten, welche dazu führte, dass wir uns trotz fast immer konstanter Führung nie richtig deutlich absetzen konnten. Erst im letzten Viertel, in dem wir die hohe Intensität im Spiel gut halten konnten, spielten wir uns so richtig frei.

VfB Hermsdorf vs. BG 2000 Berlin 63:47
Viertelergebnisse: 17:16, 15:13, 9:8, 22:10

Punkteverteilung:
Lisa Kamecke 20 Punkte (2/2 Freiwürfe; 2 Dreier), Sandrine Schlegel 12 (2/6), Therese Pleyer 11 (1/3), Annika Polak 9 (2/6; 1x3), Caren Heymen 7, Lea Tschubel 4, Fiona Katthaen, Emma Christmann, Merle Borchert

Ein Team, ein Weg, ein Ziel. Am Ziel. Berliner Meister 2017.

VfB Hermsdorf vs. BG Zehlendorf 1 — 37:42
Zu fünft angetreten und geführt, nach Foul-Trouble 13 Minuten lang zu viert gespielt und am Ende knapp verloren, das ist die Beschreibung des Spiels in kurzer Form. Die Spieler zeigten Charakter und wussten erhobenen Hauptes mit der schweren Situation umzugehen. Tabellarisch war dieses Spiel von vornherein für beide Teams bedeutungslos.

Punkteverteilung:
Therese Pleyer 17 Punkte (1/6 Freiwürfe), Merle Borchert 12 (4/12), Isabell Biltzke 6 (2/3), Emma Christmann 2, Jessica Müller

Hellas Basket vs. VfB Hermsdorf — 18:83 und VfB Hermsdorf vs. BG 2000 Berlin — 66:45
Hellas Basket vs. VfB Hermsdorf — Viertelergebnisse: 0:24, 6:13, 4:29, 8:17
VfB Hermsdorf vs. BG 2000 Berlin — Viertelergebnisse: 20:8, 20:6, 12:16, 18:15

Zwei ungefährdete Pflichtsiege erspielte sich die u19 am Doppelspieltagwochenende und wird somit an Position 2 in das Final Four gehen und dort auf BG 2000 treffen.
In beiden Spielen überzeugte das Team mindestens phasenweise mit engagiertem Fastbreakspiel und guter Teamchemie. Das Spiel gegen die gegnerische Zone war im Vergleich zur Hinrunde erkennbar verbessert.

Punkteverteilung gegen Hellas:
Lisa Kamecke 24 Punkte (3/5 Freiwürfe, 3 Dreier), Sandrine Schlegel 16 (6/9), Katharina Klein 14, Lea Tschubel 11 (1/6), Annika Polak 10, Caren Heymen 4 (0/2), Fiona Katthaen 2, Laura Golz 2, Emma Christmann

Punkteverteilung gegen BG 2000:
Lisa Kamecke 15 Punkte (2 Dreier), Sandrine Schlegel 13 (3/4 Freiwürfe), Annika Polak 12, Isabell Biltzke 10 (1/2, 3x3), Caren Heymen 6, Lea Tschubel 6 (1/2), Laura Golz 2 (0/2), Katharina Klein 2, Emma Christmann, Therese Pleyer, Fiona Katthaen

BG Zehlendorf vs. VfB Hermsdorf — 41:103
Viertelergebnisse: 15:22, 4:32, 6:24, 15:25
Eine ganz vernünftige Offensivleistung zeigte die u19 beim Spiel gegen BG Zehlendorf. Schon im ersten Viertel hatte das Spiel ein leicht überdurchschnittliches Tempo und zwei motivierte Offensivreihen, sodass ein offener Schlagabtausch entstand, bei dem aber schon zu erkennen war, dass wir aufgrund technischer Vorteile das Potenzial haben könnten, die Partie frühzeitig für uns zu entscheiden.
So kam es im zweiten Viertel dann auch. Mit 32:4 distanzierten wir unseren Gegner schon vor der Halbzeit deutlich. Mit Unmengen an Fastbreak-Punkten (hier muss man sicher Lea und Caren etwas hervorheben) und einigen Distanzwürfen (hier seien Fiona und Lisa genannt) scorte man emsig eine immer größere Differenz zwischen sich und den Gegner. Dafür mitverantwortlich war natürlich auch unsere nun stärkere Defense, die auf dem ganzen Feld den Gegner zu Fehlern zwang.
Das Team verlor auch im dritten und vierten Viertel nicht die Spiellaune und erzielte Korbleger um Korbleger. Der Hunderter blieb dann Isabell vorbehalten. Aufgrund eines Zählfehlers auf dem Bogen bzw. Scoreboard wähnte sich erst Kathi als die Glückliche, dem Team einen auszugeben. Korrekterweise geht diese Ehre aber an Isabell.

Punkteverteilung:
Lea Tschubel 20 Punkte (2/2 Freiwürfe), Lisa Kamecke 20 ( 4 Dreier), Caren Heymen 12 (0/2), Annika Polak 11, Therese Pleyer 9 (1/2), Katharina Klein 8, Fiona Katthaen 6, Merle Borchert 6 (2/2), Isabell Biletzke 5 (0/2), Laura Golz 4 (0/5)

BG 2000 Berlin vs. VfB Hermsdorf — 24:47
Viertelergebnisse: 4:18, 12:8, 2:8, 6:13
Im zweiten Spiel innerhalb von zwei Tagen holte die u19 den zweiten deutlichen Sieg.
Das Team war so clever, das Spiel gleich im ersten Viertel vorentscheidend zu gestalten. Grund hierfür war ein sehr konzentriertes und laufintensives Auftreten zu Beginn. Bei möglicherweise dann schwindenden Kräften oder schwindender Konzentration, die bei zwei Spielen in zwei Tagen im weiteren Verlauf des Spiels hätten auftreten können, die richtige Herangehensweise.
In der Folge dominierte man das Spiel insbesondere defensiv. BG 2000 schaffte es offensiv nie, einen Rhythmus zu erlangen oder mehr als drei Punkte in Serie zu erzielen.

Punkteverteilung:
Katharina Klein 11 Punkte (1/2), Lisa Kamecke 9 (1 Dreier), Lea Tschubel 8 (2/4), Merle Borchert 4 (0/2), Caren Heymen 4, Sandrine Schlegel 3 (1/2), Fiona Katthaen 2, Therese Pleyer 2, Isabell Biletzke 2

TuS Lichterfelde vs VfB Hermsdorf — 56:52
Viertelergebnisse: 10:8, 15:14, 16:13, 15:17
Ein ansehnliches U19-Spiel boten die TuS Lichterfelde und der VfB Hermsdorf zur sonntäglichen Mittagszeit in der Moltkestraße.
Hermsdorfer und Lichterfelder Spieler zeigten schon zu Beginn hohe Intensität, ging es doch um Platz 1 in der Oberliga. So hatten dann auch beide Defensivreihen gute Sequenzen, was einen niedrigen Score zur Folge hatte. Unser Team offenbarte dabei jedoch noch einige Schwächen, zwischen zwei Defensivsystemen zu wechseln. Dafür stimmte der Ringschutz und die Verteidigung im Halbfeld.
Mit einem 8:2 Run schafften wir es dann im zweiten Viertel beim Stand von 16:12 die Führung zu übernehmen. In dieser Phase war die Transition und Offense und die Bewegung des Balls schon recht ansehnlich. Insbesondere Lisa spielte offensiv sehr selbstbewusst und ist seit heute mit einem Foto im Basketball-Duden in der Kategorie Pull-up Jumper zu finden.
Da die TuSLi-Spieler aber ihrerseits einige Male ihre massigeren Körper ausspielen konnten, waren wir zur Halbzeit wieder etwas im Hintertreffen.
Auch in den dritten zehn Minuten dieses Tages erzielten beide Teams fast abwechselnd die Punkte. Kein umschwenkendes Momentum, kein Run. Wir waren auf den Schutz der Zone bedacht, TuSLi presste etwas härter, beide Herangehensweisen egalisierten sich fast.
So ging es mit einem dauerhaft winzigen Rückstand in das letzte Viertel und gen Ende. Als nach einem Dreier von Isabell nochmal die Hoffnung aufkeimte, das Spiel zu drehen, konterte TuSLi umgehend mit einem erfolgreichen Dreier nach einem klasse Zuspiel aus einem ganz klaren Schrittfehler heraus. Nicht nur die Südberliner Wälder sind also für ihre Wandertage bekannt.
So blieb es am Ende bei einem knappen, aber verdienten Erfolg für unsere Kontrahenten, die uns fast das gesamte Spiel immer ein paar Pünktchen vom Leib hielten.
Sofern beide Teams beim Final Four um die Berliner Meisterschaft nochmal aufeinandertreffen, scheint ein weiteres spannendes Spiel möglich.

Punkteverteilung:
Lisa Kamecke 15 Punkte (1/2 Freiwürfe), Hanna Pleyer 12 (0/2), Isabell Biletzke 10 (0/1, 2x3), Sandrine Schlegel 7 (3/4), Laura Golz 4 (2/4), Therese Pleyer 2, Lea Tschubel 2, Fiona Katthaen, Merle Borchert, Caren Heymen, Annika Polak (0/4), Katharina Klein

VfB Hermsdorf vs. Hellas Basket — 66:33
Viertelergebnisse: 17:8, 21:8, 9:12, 19:5

Gegen Hellas Basket feierte die U19 den ersten Saisonsieg.
Schon im ersten Viertel zeigte man den Willen, dieses Spiel frühzeitig in die richtigen Bahnen zu lenken. Alle Spieler auf dem Feld waren in der Lage, zu scoren, was sich in einer ausgeglichenen Punkteausbeute wiederspielte.
Dabei sahen wir uns mit der Schwierigkeit konfrontiert, eine der absurdesten 2-3 Zonen, die man in den letzten Jahren beobachten konnte, auszuspielen. Das Mittel Nummer 1 gegen Zone ist natürlich der Fastbreak. Die Spielerinnen wußten das und versuchten sich diesem oft zu bedienen, einige Mal mit Erfolg. Nun wird man aber leider im Basketball manchmal dazu gezwungen, im Halbfeld zu spielen. Hier zeigte unser Gegner, wie man junge Spielerinnen nicht ausbilden sollte. Zu acht angereist und somit mit einer Rotation, mit der man zumindest eine durchschnittlich aggressive Verteidigungsform wählen kann, versteckte sich Hellas mit fünf Spielern in der Zone. Die obere Reihe der 2-3 stand tatsächlich mit ihrem Fuss auf der Freiwurflinie, die unteren drei Spieler mit zumindest einem Fuss in der Zone. Was auf den Aussenpositionen passierte, interessierte unseren Gegner nicht. Dies ist nicht der richtige Weg, um Jugendspieler auszubilden. Mit einer Mauertaktik lernen Spieler nicht die Grundlagen des defensiven Spiels.
Mit zunehmender Spieldauer verstand unser Team, dass es sich trotz der bewegungsarmen Gegner im Halbfeld bewegen muss, damit ein ansehnliches und sinnvolles Spiel zustande kommen kann. Bis auf das dritte Viertel wurde das auch mit vernünftiger Bereitschaft umgesetzt. Gerade gegen Ende des Spiels zeigte das Team mit druckvoller Defense und vielen Fastbreaks, dass es Lust am Spiel verspürt. Viele Spieler nutzten die viele Spielzeit, um offensiv einige Erfolgserlebnisse zu sammeln.

Punkteverteilung:
Isabell Biletzke 19 Punkte (2/4 Freiwürfe, 3 Dreier), Caren Heymen 10, Laura Golz 10 (4/4), Therese Pleyer 8 , Lisa Kamecke 8 (1/2, 1x3) Lea Tschubel 7 (1/4), Emma Christmann 2, Merle Borchert 2 (0/2)

VfB Hermsdorf vs. TuS Lichterfelde — 33:41
Viertelergebnisse: 9:8, 9:9, 10:14, 5:10
Im ersten Spiel der U19 Saison traf man auf die TuS Lichterfelde, eine der stärkeren Mannschaften der recht kleinen Staffel.
Die erste Halbzeit verlief defensiv solide und offensiv schleppend. Durch die individuellen Vorteile auf vielen Positionen hatte man jedoch immer eine kleine Führung inne.
Das dritte Viertel war dann leider ein Totalausfall. Mit 5:14 ging der dritte Abschnitte an Lichterfelde. Den offensiven Stillstand und die Bewegungsarmut der Spieler ohne Ball wurde auch in den letzten zehn Minuten nicht viel besser, sodass man sechs Minuten ohne Punkt blieb. TuSLi scorte zwar auch kaum, doch konnten wir so auch nicht den Rückstand verkürzen. Weiterhin problematisch war die Reboundsicherung. Der Rebound gehört zur Defense und schließt, neben dem Turnover des Gegners, eine Verteidigungssequenz eigentlich erfolgreich ab. Wir verteidigten bis zum Rebound ganz vernünftig, ließen TuSLi aber massenweise zweite Chancen. Die gegnerische Innenspielerin erzielte nicht nur 15 Punkte, sondern holte auch ungefähr 20 Rebounds. Wir schafften es nicht, vom in-die-Luft-schauen-und-nach-oben-greifen in den Ausbox-Modus zu kommen.
So stand am Ende eine nicht zufriedenstellende Leistung und verdiente Niederlage.

Punkteverteilung: Sandrine Schlegel 10 Punkte, Laura Golz 9 (1/4), Hanna Pleyer 4, Isabell Biletzke 3 (1x3), Annika Polak 3 (1/2), Merle Borchert 2, Lea Tschubel 2, Caren Heymen, Emma Christmann