Spielberichte 1.Damen 2.RLO — Saison 16⁄17
Bericht zum Berliner Amateursportpreis 2017
Die wegen des Berliner Meistertitels 2016 nominierten 1.Damen belegten beim Berliner Amateursportpreis letztendlich Platz 12 von 17 Teilnehmern. Als einziges Frauenteam schlugen sie sich im Fan-Voting gut und belegten einen zehnten Platz. Die Jury setzte das Team auf Platz 16, sodass am Ende ein zwölfter Platz herauskam, auf den man aufgrund der illustren Konkurrenz durchaus stolz sein kann.
Es gewannen der Ruder-Achter des SC Berlin-Köpenick (Aufstieg 1.Bundesliga, Champions League Platz 7) vor den Fußballern der Lichtenberger Werkstätten (Special Olympics, Nationale Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung Platz 1) und den Hockey-Herren des TuS Lichterfelde (Aufstieg 1. Bundesliga).

Weddinger Wiesel 1 vs. VfB Hermsdorf 1 — 65:38
Viertelergebnisse: 17:8, 13:14, 16:8, 19:8
Gegen den designierten Aufsteiger in die 1.Regionalliga konnten wir nur in der ersten Halbzeit mithalten und hatten letztendlich über das gesamte Spiel zu viele Probleme mit der Presse des Gegners.
Dass die Wiesel pressen werden, das wussten wir, dass die Wiesel Fastbreaks lieben, das auch. Den Fastbreak konnten wir unterbinden. Die Presse und daraus resultierenden Ballverluste setzte uns aber sehr zu. Nicht alle Spieler konnten die erforderliche Ruhe an den Tag legen, unter Druck die freien Räume und Mitspieler zu sehen. Noch dazu sind unsere Gegner mit dieser Verteidigungsart sehr erfahren und eingespielt.
Hielten wir den Rückstand in Halbzeit 1 noch in Grenzen und waren zur Pause nur -8, konnten wir in der zweiten Halbzeit kaum eine strukturierte Offense aufziehen.

Punkteverteilung:
Sandrine Schlegel 10 Punkte (2/2 Freiwürfe), Malia Hinz 7 (1 Dreier), Janina Kosche 5 2/3, 1x3), Chrissi Leuenberger 5 (1x3), Sally Burmeister 3 (1/2), Lea Hintze 2, Lisa Kamecke 2, Nina Leuenberger 2, Sophie Müller 2, Anne Ruhnke, Ricarda Wiek, Annika Polak

TuS Neukölln 1 vs. VfB Hermsdorf 1 — 62:42
Viertelergebnisse: 12:5, 21:10, 11:19, 18:8
Etwas unter Wert verkauften wir uns beim Wochenspiel gegen den Tabellenführer aus Neukölln. Im Hinspiel noch bis in die Schlusssekunden spannend, konnten wir dieses Mal nur phasenweise mithalten.
Besonders in der ersten Halbzeit hatten wir eine Korblegerquote zum Vergessen. Was wäre wohl drin gewesen, wenn wir die Abschlüsse aus nächster Nähe, die so vielversprechend aussahen, souverän verwertet hätten? Man weiß es nicht. Zumindest wäre der Rückstand nicht bei 18 Punkten gewesen, sondern im einstelligen Bereich.
Auf der anderen Seite hatte Neukölln einen guten Tag von der Dreipunktlinie und spielte auch sonst offensiv mit sehr viel Spielwitz und bis zum dritten Viertel fast fehlerfrei. Dass sie teilweise versuchten uns mit Pässen hinter dem Rücken lächerlich zu machen, hätte man vielleicht mit einigen harten Fouls unterbinden können/sollen/müssen, aber dafür haben wir wohl nicht die Spieler.
Immerhin reagierte das Team spielerisch und zeigte ein überragendes drittes Viertel. Nachdem der Rückstand kurzzeitig auf 19 Punkte angewachsen war (19:38) starteten wir mit einer Presse, sowie sehr temporeicher Offense eine schöne 15:6 Serie, die uns auf zehn Punkte heran brachte.
Zu Beginn des vierten Viertels konnten wir sogar zweimal auf acht Punkte verkürzen (u.a. 38:46), ein Comeback schafften wir jedoch nicht, da wir einfach zu wenige Leistungsträger in der Offense in Normalform hatten und eine Aufholjagd bekanntlich auch Kraft kostet. Zudem stand uns mit Neukölln ein sehr cleveres und erfahrenes Team gegenüber. Mit etwas mehr Konzentration im Abschluss hätte man hier aber ein knapperes Ergebnis erzielen können.

Punkteverteilung:
Sally Burmeister 11 Punkte (4/4 Freiwürfe, 1 Dreier), Chrissi Leuenberger 9 (2/2, 1 Dreier), Anne Ruhnke 6 (4/4), Sandrine Schlegel 5 (5/6), Daniela Kranl 4, Lea Hintze 4 (2/2), Sophie Müller 2, Annika Polak 1 (1/2), Janina Kosche, Lisa Kamecke, Ricarda Wiek, Malia Hinz

VfB Hermsdorf 1 vs. TuS Lichterfelde 2 — 59:51
Viertelergebnisse: 10:18, 16:12, 20:14, 13:7
Das Team spielte ein gruseliges erstes Spiel, wobei Transition Defense und offensiver Fluss vermisst wurden. Folgerichtig lag das schwächer eingeschätzte TuS Lichterfelde überraschend mit 10:18 in Front.
Auch im zweiten Viertel kamen wir nur schleppend in das Spiel. Zwischenzeitlich lagen wir gar mit 12:22 hinten. Nach zwei Zwischenspurts konnten wir zwar auf 23:25 verkürzen, hatten in der Folge aber erhebliche Probleme, Freiwürfe zu verwandeln, sodass der Gegner zur Pause die Führung hielt. Von Problem zu Problem gestolpert – so kann man vielleicht die erste Hälfte beschreiben.
Das Anschweigen in der Pause schien seine Wirkung zu erzielen, da das Team plötzlich wie verändert aufspielte und durchaus Anzeichen von Dominanz zeigte. Insbesondere Chrissi zeigte nach der Pause eine gute Leistung und war offensiv sehr korbgefährlich.
Mit einem 7:0 Run konnten wir nach der Pause die Partie schnell drehen uns in der Folge aufgrund nachlässiger defensiver Sequenzen aber nie entscheidend absetzen. Erst im letzten Viertel, indem dann Annika viele Akzente setzte, wurde unsere Führung allmählich in kleinen Schritten größer, ehe wir kurz vor Ende zweistellig in Führung gingen. Da wir im letzten Viertel nur 7 Punkte erlaubten und endlich defensiv überzeugend agierten, konnte Lichterfelde nicht mehr in dieses Spiel zurückfinden.

Punkteverteilung:
Chrissi Leuenberger 14 Punkte (1/2 Freiwürfe, 1 Dreier), Sally Burmeister 12 (4/6), Annika Polak 11 (1 Dreier), Malia Hinz 10 (3/8, 1 Dreier), Sandrine Schlegel 6, Anne Ruhnke 3 (1/4), Isabell Biltzke 2, Janina Kosche 1 (1/2), Lea Hintze, Daniela Kranl, Ricarda Wiek

BG Zehlendorf vs. VfB Hermsdorf — 64:54
Viertelergebnisse: 22:14, 14:9, 6:17, 22:14
Gegen die BG aus Zehlendorf verpasste man nach einer furiosen Aufholjagd den zweiten Sieg in Serie dann letztendlich durch schwache offensive Schlussminuten.
Zunächst schienen wir unserem Gegner nicht gewachsen. In der ersten Halbzeit zeigte Zehlendorf die größere individuelle Klasse offensiv, bereitete uns aber gerade durch physische Verteidigung einige Probleme. Mit einem deutlichen Rückstand von 13 Punkten hatten wir in der Viertelstunde Halbzeitpause viel zum Nachdenken.
Offensichtlich fassten wir im Anschluss deutlich klarere Gedanken und spielten von der 21.-35. Minute hervorragenden Basketball. Angetrieben durch eine wundervolle Defense wurde auch unsere Offense selbstbewusster. Wir hatten doch unerwartet viele Fastbreakpunkte und holten uns einige Punkte durch Trips an die Freiwurflinie.
Folgerichtig holten wir den großen Rückstand auf und glichen in der 35. Minute (47:47) aus. Die letzten fünf Minuten sind eigentlich schnell und schmerzlos zu beschreiben. Eine lange Aufholjagd kostet sicherlich Energie, die Zehlendorfer trafen ihre Würfe wieder, wir trafen sie nicht. So ist Basketball. Gegen Halle und BG 2000 waren wir es, die offensiv die letzten fünf Minuten aus allen Lagen trafen, dieses Mal traf der Gegner. Eine Niederlage, die aufgrund des Spielverlaufs und der überzeugenden Leistung sicher etwas zu hoch ausfällt. Dieses von beiden Teams emotional und kämpferisch geführte Spiel hätte einen spielentscheidenden letzten Angriff für eines der beiden Teams durchaus verdient gehabt.
Alles Gute, liebe Zehlendorfer und bis zum nächsten Jahr. Wir lernen von und wachsen an euch.

Punkteverteilung:
Sally Burmeister 16 Punkte (6/6 Freiwürfe), Malia Hinz 14 (2/6), Sandrine Schlegel 7, Chrissi Leuenberger 5 (1 Dreier), Janina Kosche 4, Annika Polak (3/4), Ricarda Wiek 2, Sophie Müller 2, Anne Ruhnke 1 (1/2), Katharina Klein, Lea Hintze, Isabelle Biletzke

VfB Hermsdorf vs. Justabs Halle — 60:54
Viertelergebnisse: 10:14, 16:10, 8:18, 26:12
Beim Spiel gegen Halle feiern die Damen den zweiten Sieg im dritten Rückrundenspiel. Und wie immer war es spannend. Eigentlich gibt es kein Spiel, das Hinspiel gegen BGZ mal ausgenommen, welches bei den 1.Damen nicht eng und hart umkämpft ist.
Der Start des stark ersatzgeschwächten Teams (Sophie Müller, Lea Hintze, Hanna Pleyer und Daniela Kranl fehlten) war vielversprechend. 5:0 hieß es nach einer Minute. Wie im Hinspiel gab uns die Hallenser Zone viele Möglichkeiten, den Ball zu bewegen, zu penetrieren und zu werfen. Der Schlüssel ist nur, sich dadurch nicht locken zu lassen und zu früh den vermeintlich erstbesten Abschluss zu nehmen. Geduldig ausspielen musste das Motto an diesem Abend lauten.
Und dann gab es noch ein anderes Motto. Nämlich dass wir solange Mann vs. Mann verteidigen, bis wir endlich die leidigen Fehler des vergangenen Spiels abstellen und erst dann andere defensive Varianten, wie die einer Zone oder Presse, als taktisches Mittel dazu nehmen. Lernen will erzwungen sein.
Die Vorgaben in der Defense setzte das Team das ganze Spiel, aber insbesondere in den ersten 15 Minuten, wirklich sehr gut um. Aus der Masse herausgreifen muss man sicherlich Anne, die eine aufopferungsvolle und fast immer korrekte Help-Verteidigung spielte und somit der wichtige defensive Anker des Teams war. Ein weiterer Anker war Sandrine, die eine absurd hohe Anzahl an Rebounds griff. Wie andere die Küche putzen, putzte sie die Bretter und zwar blitzblank. Sandrine zeigte außerdem zusätzlich wieder einige schöne Offensivbewegungen.
Offensiv konnten wir dem oben genannten Motto des geduldigen Ausspielens nur zweitweise gerecht werden, was uns dann im Spielverlauf auch in Probleme bringen sollte. Bis zum 22:16 in der sechzehnten Minute lief eigentlich vieles nach Plan. Danach wurden wir zunächst hektisch und waren im Halbfeld zu sehr in Eile. Halle drehte das Spiel und glich aus. Im dritten Viertel ließen wir dann unerklärlicherweise abreißen und zeigten sechs, sieben Minuten, die schon irritierend waren. In dieser Phase waren wir lauffaul und energielos, ließen uns auf dem Feld treiben, so wie im Hinspiel. Und so wie im Hinspiel nutzte Halle diese Phase aus, zog auf 42:34 davon. Ein acht Punkte Rückstand, der sich selbst verschuldet und absolut unnötig anfühlte.
Das letzte Viertel entschädigte aber für vieles. Insbesondere Malia und Sally traten hier in den Vordergrund. Hatten beide in den ersten dreißig Minuten nur 5 bzw. 7 Punkte erzielt, schraubten sie den Punktestand bis zum Ende des Spiels noch auf 16 bzw. 15 Zähler und waren mit 19 von 26 Punkten im Schlussviertel unsere entscheidenden Offensivwaffen. Wie ein One-Two-Punch im Boxen sind beide oft für uns. Wer dabei Führhand und wer Schlaghand ist, das wechselt durchaus von Spiel zu Spiel. In diesem Spiel war Malia wohl der Jab, also die Führhand, die den Gegner zurechtlegt (9 Punkte in den ersten fünf Minuten des vierten Viertels) und Sally der Cross, der den Gegner erledigt (8 Punkte in den letzten fünf Minuten).
Der Weg zum Sieg war aber durchaus eng. Nachdem wir beim Stand von 49:50 in der 36.Minute wieder dran waren, erlaubten wir uns zwei defensive Aussetzer, die Halle zum 49:54 nutzte. Da war die 38.Minute schon angebrochen. Es sollten die letzten Punkte unserer Gäste sein.
Durch unsere Presse wurde Halle nicht nur zu Ballverlusten gezwungen, sondern insgesamt das Spieltempo nochmal deutlich erhöht. Neben den beiden oben genannten Scorern trieben das Point-Guard-Duo Chrissi-Annika unsere Offense zu einem 11:0 Lauf in den letzten zwei Minuten. Viele Fastbreaks, schnelle Ballbewegung im Halbfeld, harte Penetration und verdammt sichere Freiwürfe (5/6 in der Crunchtime) sicherten in einem furiosen Schlussspurt den Heimerfolg.
Kompliment an das Team, das nicht nur den Ausfällen trotzte, sondern nach dem guten Start in das Spiel das Tief überwinden konnte und ein exzellentes Schlussviertel hinlegte.

Punkteverteilung:
Malia Hinz 16 Punkte (6/7 Freiwürfe), Sally Burmeister 15 (3/4), Chrissi Leuenberger 11 (1 Dreier), Sandrine Schlegel 8, Lisa Kamecke 4, Annika Polak 4 (2/4), Anne Ruhnke 2 (2/4), Janina Kosche, Ricarda Wiek, Therese Pleyer

Damen USC Magdeburg vs. VfB Hermsdorf — 61:56
Viertelergebnisse: 19:11, 13:16, 12:12, 17:17
Um 11 Uhr machten sich die 12 Hermsdorfer Sportlerinnen plus Coach in feinster sonntäglicher Sportkleidung auf in die Ferne nach Magdeburg. Als Gefährt taugten der Pleyer-Bus (danke an dieser Stelle) und das Kranl-Auto (danke an dieser Stelle). Die Fahrt war kürzer als gedacht. Nach rasanten 1,5 Stunden mit 120km/h auf der rechten Spur und von Backstreet-Boys Musik getrieben (danke an Janina an dieser Stelle) erreichte man zwei Stunden vor Spielbeginn, also etwas zu früh, die zum Glück unverschlossene Halle.
Die freie Zeit wurde für ein braves Teamfoto und Musik hören genutzt. Nachdem abermals die Backstreet-Boys eingespielt wurden (danke an Janina an dieser Stelle) hätte der mittlerweile textsichere Trainer sich fast getraut, mitzusingen.
Als es dann endlich losging, bot sich das zu erwartende Bild. Zwei ausgeglichene Teams treffen aufeinander und bekämpfen sich mit allen erlaubten Mitteln. Man erinnere sich an das dramatische und mit dem Buzzer entschiedene Hinspiel. Das Rückspiel sollte nur ein wenig weniger spannend werden. Nachdem die Teams im ersten Viertel lange relativ wechselseitig Körbe "austauschten" und es somit unentschieden stand, legte Magdeburg bis zum Ende des Viertels eine Serie hin. In dieser Zeit war unsere Mann vs. Mann Defense nachlässig.
Dem Rückstand liefen wir dann eigentlich fast das gesamte Spiel hinterher. Er war nicht groß, aber er war immer da. Irgendwas zwischen einem Punkt und sieben Punkten Abstand.
Auf unserer Seite zeigten die krankheitsgeschwächten Chrissi und Sally echte Energieleistungen. Außerdem trat Sandrine offensiv in den Fokus und zeigte einige schöne Bewegungen in der Zone.
Die Dreier wollten heute aber nicht fallen und viele Innenspieler agierten in der Zone eher glücklos.
War es zu Beginn des vierten Viertels der weiterhin enge Schlagabtausch, konnte sich Magdeburg vier Minuten vor Ende auf 11 Punkte absetzen. Eine Vorentscheidung? Mitnichten. Wir konterten umgehend mit einer beeindruckenden 9:0 Serie, die, sofern alle Freiwürfe gefallen wären, sogar die Führung bedeutet hätte. So stand es 50 Sekunden vor Ende aber nur 56:58 aus unserer Sicht. Nach zwei von zwei erfolgreichen Punkten von der "charity-stripe" von Magdeburg, konnten wir im folgenden Angriff nicht punkten und mussten daraufhin die Uhr anhalten. Magdeburg verwandelte 1/2 und hatte das Spiel entschieden.
Keine schlechte Leistung des Teams insgesamt. Man hat gegen ein starkes Team knapp verloren. Insbesondere Fehler in der Defense in der ersten Halbzeit, rutschige Hände in den ersten zwanzig Minuten, sowie fünf getroffene Freiwürfe weniger als unser Gegner bei gleicher Anzahl an Versuchen, kostete am Ende wahrscheinlich einen Erfolg in der Fremde.
Ein bitterer Nachruf wird am Ende noch an den treuen Pleyer-Bus adressiert, der einen Tag nach der Auswärtsfahrt mit Motorschaden seinen Platz auf dem Autofriedhof fand.

Punkteverteilung:
Sally Burmeister 15 Punkte (6/7 Freiwürfe, 1x3), Malia Hinz 11 (4/7, 1 Dreier), Chrissi Leuenberger 9 (2/2, 1x3), Sandrine Schlegel 7 (1/2), Sophie Müller 4, Annika Polak 4, Lea Hintze 2, Janina Kosche 2, Anne Ruhnke 2 (0/2), Lisa Kamecke, Ricarda Wiek, Daniela Kranl

VfB Hermsdorf vs. BG 2000 Berlin — 63:54
Viertelergebnisse: 17:19, 7:12, 17:15, 24:10
Den ersten Saisonsieg erspielten sich die 1.Damen im Klassiker gegen BG 2000 Berlin.
Wie erwartet trafen zwei Teams aufeinander, die von der Leistungsstärke eng beieinander liegen.
Auf Seiten von BG 2000 war es insbesondere Nummer 5, die nicht nur gut in das Spiel fand, sondern offensiv die erste Halbzeit dominierte (15 ihrer 20 Punkte, davon 3 Dreier). Auch andere BG-Spieler zeigten sich treffsicher von der Dreipunktdistanz. Dabei ist jedoch anzumerken, dass viele dieser Würfe von uns gut verteidigt wurden. Es ist fast eine Untertreibung, wenn man konstatiert, dass BG 2000 drei Viertel viele toughe Würfe getroffen hat.
Wir spielten etwas ausgewogener. Annika zeigte dabei verdammt gute erste Minuten und dominierte ihre Gegenspielerin. Im weiteren Verlauf schafften wir es, viele Fouls zu ziehen und Punkte von der Freiwurflinie einzustreuen.
Nach einem kleinen Run von BG 2000 sahen wir uns zur Pause einem 24:31 Rückstand gegenüber, welcher im dritten Viertel in kritische Höhen wuchs. BG 2000 machte einfach da weiter, wo sie im Spiel begonnen hatten. Dreier mit Brett, teilweise einen halben Meter hinter der Dreierlinie und mit Hand im Gesicht. Die Führung unserer Gegner wuchs auf elf Punkte an – 39:28 in der 35. Minute.
You live by the three, you die by the three. BG 2000 lebte nur über den Dreier. Wir blieben ruhig, standen zu unserem defensiven Konzept. Wenn unser Gegner diese Würfe 40 Minuten lang getroffen hätte, hätten wir halt zum Sieg gratulieren müssen. In 9 von 10 Fällen gehen solche Quoten aber mit andauernder Spielzeit runter. So auch bei BG 2000. Sie lebten vom Dreier, sie starben mit dem Dreier.
Ironischerweise waren wir es, die das Spiel zwar über Penetration und etwas mehr Inside-Game aufgebaut hatten, dann aber das Spiel mit einer wahnsinnigen Serie von der Dreipunktlinie drehten. Build a base inside, shoot the lights off (im positiven Sinne). Im Basketball gibt es für alles ein (dummes) Sprichwort. Unsere größere Gefahr auf den Innenpositionen und unser starkes Ball-Movement sorgten für eine sehr flüssige Offense und massig gut herausgespielte Würfe in den letzten 15 Minuten. Beim Stand von 44:50 in der 33.Minute hatten wir uns schon etwas herangearbeitet, ehe wir das Spiel mit einer 15:0 Serie deutlich zu unseren Gunsten drehten. Hier überragte insbesondere Sophie M., die drei Dreier traf und sehr starke 11 von 15 Punkten dem Lauf beisteuerte.
Statt wie in den vorherigen Spielen in den letzten fünf Minuten mental zu kollabieren, spielten wir uns in einen Lauf und dominierten die letzten sieben Minuten unseren Gegner in allen Belangen.
Verdienter und auch ein klein wenig emotionaler Sieg.

Punkteverteilung:
Sophie Müller 14 Punkte (4 Dreier), Sally Burmeister 14 (4/7 Freiwürfe, 2x3), Daniela Kranl 8, Annika Polak 7 (1x3), Malia Hinz 7 (1x3), Ricarda Wiek 4, Sandrine Schlegel 2, Anne Ruhnke 2, Lisa Kamecke 2, Lea Hintze 1 (1/2), Isabell Biletzke, Chrissi Leuenberger

VfB Hermsdorf vs. TuS Neukölln — 53:55
Viertelergebnisse: 9:13, 19:16, 12:14, 13:12
Gegen den Turn- und Sportverein aus Südberlin, gleichzeitig Tabellenführer der Regionalliga, setzte es in einem dramatischen Spiel eine bittere Pleite.
Der Start in das Spiel misslang zunächst völlig, weil unsere Fähigkeiten in der Mann vs. Mann Defense offensichtlich in den ersten Minuten nicht ausreichten, um den Gegner zu kontrollieren. So erlaubten wir Neukölln einen 7:0 Beginn. Es schien so, als wenn der Tabellenführer leichtes Spiel haben könnte.
Da wir uns in den nächsten Minuten aber auf beeindruckende Art und Weise in das Spiel kämpften, konnten wir das Ergebnis nicht nur knapper gestalten, sondern fünf Minuten vor Ende der ersten Halbzeit auch das erste Mal in Führung gehen (19:17). Bis zur Pause blieb es ein enger Schlagabtausch, bei dem die Neuköllner durch einen kleinen Schlussspurt wieder die Führung übernehmen konnten (28:29).
Auch im dritten Viertel wechselte die Führung mehrmals – insgesamt gab es in diesem Spiel 15 Führungswechsel. Zu Beginn des letzten Abschnitts konnten wir dann durch starke fünf Minuten das Spiel beim Stand von 47:43 etwas zu unseren Gunsten drehen. Insbesondere die emsige Sally konnte sich durch Scoring und unermüdlichen Einsatz auszeichnen, spielte sogar verletzt das Spiel zu Ende und bildete mit Malia einen starken One-Two-Punch auf dem Flügel. Auch schön zu sehen, dass Daniela mit deutlich gesteigertem Selbstbewusstsein unsere Offense belebte.
Bei der ominösen 35-Minuten-Marke hatten wir also wieder mal eine Führung, wieder mal sollte sie nicht halten. Unsere Leistung in der Crunchtime war aber schon deutlich besser, als in vielen anderen Spielen. Siebzig Sekunden vor Ende hatten wir beim Stand von 53:51 die Führung inne, als zunächst Neukölln ausglich und weitere Angriffe beider Teams erfolgslos blieben.
Siebzehn Sekunden vor Ende hatten wir nach einer starken Defensivsequenz dann einen Ballgewinn, werden, nachdem wir Ballkontrolle erlangt haben, klar zu Boden gedrückt. Leider wurde in dieser Situation auf Schrittfehler entschieden. Neukölln bekam erneut den Ball und konnte sieben Sekunden vor Ende scoren. Beim letzten Angriff des Spiels hatten wir dann zwei Sekunden vor Ende die Chance, per Dreipunktwurf das Spiel zu gewinnen, werden aber leider klar gegen den Wurfarm gefoult. Auch hier blieb der Pfiff aus und Neukölln gewann das Spiel. Unabhängig von den eigenen Fehlern, die wir in diesem Spiel natürlich begangen haben, zwei an Absurdität kaum zu überbietende Fehlentscheidungen zu unseren Ungunsten. Ärgerlich. Abhaken, weiter geht es. Wir sind dran, nur noch nicht nach 40 Minuten vorbei am Gegner. Wir müssen an uns arbeiten.

Punkteverteilung:
Malia Hinz 15 Punkte (7/11 Freiwürfe), Sally Burmeister 12 (3/4, 1 Dreier), Daniela Kranl 6, Chrissi Leuenberger 6, Hanna Pleyer 4, Sophie Müller 3 (1x3), Annika Polak 3 (1/2), Anne Ruhnke 2, Ricarda Wiek 2, Lea Hintze, Sandrine Schlegel, Janina Kosche

VfB Hermsdorf vs. Weddinger Wiesel 50:56 — TuS Lichterfelde vs. VfB Hermsdorf 58:52
Viertelergebnisse: 18:16, 8:11, 13:7, 11:22 und
Viertelergebnisse: 15:14, 13:9, 10:18, 20:11

Zwei weitere Niederlagen, diesmal sehr knapper Art, die aber von der Leistung und vom Auftreten des Teams nicht unterschiedlicher hätten sein können.
Gegen TuS Lichterfelde, einen Gegner auf Augenhöhe, präsentierte sich das Team in der gesamten ersten Halbzeit sehr unkonzentriert, teilweise auch ängstlich.
Durch Ballverluste in den ungünstigsten Bereichen, die es auf dem Basketballfeld gibt, fehlende Einbindung der tiefen Spieler und inkonsequente Offensivaktionen Richtung Korb, entstand nie wirklich ein offensiver Spielfluss. Defensiv verteidigten wir zudem zu unsauber am Mann und zu schlecht gegen den Cut. Folgerichtig hatte TuS Lichterfelde eine 28:23 Halbzeitführung inne.
Im dritten Viertel ließen wir dann endlich die sprichwörtliche Bombe platzen oder lösten den Knoten. Wie man es auch immer beschreiben mag, das Team steigerte sich in allen Bereichen des Spiels erheblich. Die Umstellung der Defense tat uns gut, gab uns die Möglichkeit, den Gegner zu schlechten Würfen zu zwingen oder sogar Ballverluste mitzunehmen. Offensiv schaffte es insbesondere Malia, den Gegner vor viele Probleme zu stellen. Sie kreierte viele Minuten aus dem Dribbling für das Team oder scorte selbst.
Durch diese langanhaltende starke Phase schafften wir es, das Spiel zwischenzeitlich zu drehen. Aus -5 wurden +7. Ein respektabler 12-Punkte Turnaround zu unseren Gunsten und eine 45:38 Führung acht Minuten vor Ende.
Leider stellten wir exakt zu diesem Zeitpunkt das Spielen ein. Warum? Das kann sicher auch an unserer Psyche liegen. Der Druck steigt, der Blick verengt sich, es fehlt Lockerheit und Übersicht, Fehler werden begangen. Auf einmal was aller offensiver Spielwitz weg. Kein Play wurde sauber ausgeführt. TuS Lichterfelde scorte keinen schnellen, heftigen Run, sondern erspielte sich über die Gesamtdauer des vierten Viertels die Führung zurück und gewann das Spiel. Vor allem Leyla Özturk war von uns zu keiner Zeit zu kontrollieren, scorte 25 Punkte, traf 7/9 Freiwürfe, holte circa 15 Rebounds und blockte mindestens 5 Würfe, von denen, die sie durch ihre Präsenz veränderte, ganz zu schweigen. Basketballerische Qualitäten sind wichtig, aber mentale Qualitäten gehören auch dazu. Eigentlich gehört mentale Stärke auch zum Bereich der basketballerischen Anforderungen, nur eben nicht technischer, sondern gedanklicher Art. Dieser Bereich fehlt vielen Spielern momentan.

Punkteverteilung:
Malia Hinz 16 Punkte (2/2 Freiwürfe, 2 Dreier), Sophie Müller 10 (1/2, 3x3), Annika Polak 7 (0/1, 1x3), Hanna Pleyer 6 (1/4, 1x3), Ricarda Wiek 4, Chrissi Leuenberger 4, Anne Ruhnke 3 (3/6), Daniela Kranl 2, Lea Hintze, Sandrine Schlegel, Janina Kosche, Sophie Hohle

Ein anderes Bild eine Woche später gegen die Weddinger Wiesel. Jenes Team, welches den individuell am stärksten besetzten Kader der gesamten Staffel hat, vor der Saison großer Favorit auf den Aufstieg, aber mit einem Coachingwechsel (Grüße an Sven an dieser Stelle!). Wir starteten klein, mobil und leicht und wollten den Gegner so unablässig mit dem Gesicht zum Korb von außen attackieren. Mindestens Vorteile in den Matchups auf einer Position versprachen wir uns dadurch. Wenn es noch besser käme, dann würde der Gegner dadurch sogar umstellen müssen, auch klein spielen und wir wären einen Schritt voraus, könnten dann später unsere lange Garde bringen und die Wiesel müssten wieder reagieren und so weiter und so weiter... Und so kam es! Das Team spielte überragende erste Minuten und eigentlich insgesamt ein sehr gutes Spiel.
Wir setzten unseren Plan um und nahmen unseren Gegner ständig von der Dreierlinie ins 1vs1, was einigen Wiesel-Spielern Probleme bereitete. Über 6:0 und 17:12 ging das erste Viertel mit 18:16 an uns.
Einen Run des Gegners, der bis zur 14.Minute auf 25:18 davon zog, konnte das Team bis zur Halbzeit kontern, sodass es mit 26:27 in die Pause ging.
Dass wir dritte Viertel können, das haben wir ja schon oft gezeigt. Und so schafften wir es mittels hervorragenden Abläufen in der Defense und cleverem Passspiel in der Offense, auf 39:34 nach dreißig Minuten wegzuziehen. Diese Führung konnten wir halten und lagen sechs Minuten vor Ende mit 45:39 vorne.
Und dann? Dann zeigten wir das, was wir diese Saison leider auch zeigen. Angst vor der eigenen Courage. Es sind die gleichen Plays, die gleichen Spieler, die gleichen Gegner, der gleiche Ball, die gleiche Halle, aber auf einmal machen wir vieles, teilweise fast alles anders.
Die Crunchtime war zumindest besser als gegen TuS Lichterfelde, aber nicht gut genug. Wir waren eineinhalb Minuten durch einen Dreier mit 50:48 noch in Führung. Zwei Ballverluste in der Mitte des Spielfeldes führten zu vier Wiesel-Punkten. Ehe wir den vorletzten Angriff des Spiels beim Stand von 50:52 gegen uns hatten, gut verteidigten, aber zwei unserer Spieler sich gegenseitig beim Rebound behinderten, was zur Folge hatte, dass eine Wiesel-Spielerin den Ball freistehend unter dem Korb nehmen und verwerten konnte. Die Chance zum Ausgleich bei noch acht Sekunden Restspielzeit war somit dahin, da es nun ein Zwei-Ballbesitze-Spiel war. Dass wir beim letzten Play scheiterten und die Wiesel nochmal abschlossen, war letztendlich nur Ergebniskorrektur.
Starkes und taktisch sehr diszipliniertes Spiel, aber am Ende die Wiesel aufgrund ihrer individuellen Klasse einen Tick im Vorteil. Nun sind wir 0-6. Dass wir 3-3 wären, wenn das Spiel nach 35 Minuten abgepfiffen wird, interessiert niemanden. Fünf Minuten liegen also zwischen "ganz guter Saison" und "momentan sind wir die Deppen".

Punkteverteilung:
Sally Burmeister 13 Punkte (4/5 Freiwürfe, 1 Dreier), Malia Hinz 12 (3/4, 1x3), Hanna Pleyer 8 (2/4), Janina Kosche 4, Ricarda Wiek 3 (3/4), Anne Ruhnke 2, Annika Polak 2, Lea Hintze 2, Daniela Kranl 2, Sophie Müller 2, Chrissi Leuenberger, Sandrine Schlegel

Justabs Halle vs. VfB Hermsdorf — 56:42
Viertelergebnisse: 13:14, 12:11, 11:9, 20:8

Mit einer müden und uninspirierten Leistung kassieren die Damen 1 die vierte Niederlage in einer bisher absolut enttäuschenden Regionalliga-Saison.
Nach einem vorsichtigen Abtasten, bei dem beide Teams zu Beginn einige gute Abschlusschancen liegen ließen, hatten unsere Gegner im ersten Viertel den ersten Run und zogen von 4:4 auf 4:13 weg. Nachdem wir uns auf die Zone in der Folge besser einstellen konnten und die teils riesigen Lücken für Wurf oder Penetration nutzten, kamen wir offensiv viel besser in diese Begegnung. Folge war ein 10:0 Run unsererseits, bei dem auch die Defense, insbesondere in der Transition, aber auch im Halbfeld auf dem Flügel, gut funktionierte.
Nach einer 14:13 Führung nach dem ersten Viertel entwickelte sich eine Partie, in der sich kein Gegner absetzen konnte. Enttäuschend war zu diesem Zeitpunkt, dass wir die nicht sonderlich gut aufgestellte Zone des Gegners nicht dauerhaft und konsequent attackierten. Hierfür fehlte es einigen Spielern wohl an Mut und Entschlossenheit, was ärgerlich ist, denn somit warfen wir vor allem aus der Distanz, wobei leider die Wurfquote an diesem Tag eher unterdurchschnittlich war.
In einem zunehmend müden Spiel konnte sich zur Halbzeit (25:25) kein Team absetzen. Nachdem in diesem low-scoring Game unser Gegner in der Mitte des dritten Viertels kurz zu seiner Offense fand und auf 36:29 davon zog, konnten wir diesen Run bis zum Viertelende kontern und auf 34:36 aufschließen. In dieser kurzen Phase wurden das einzige Mal in der Begegnung konsequent Fouls durch Penetration zum Korb gezogen, was sich gleich auszahlte.
Im letzten Viertel zeigten wir dann eine verheerende Leistung. Wir wussten um die gefährliche Transition Offense unserer Gegner, die nach Rebounds ihre zwei schnellen Guards sehr präzise im Fastbreak einsetzen können. Darauf hatten wir uns unter der Woche vorbereitet, das hatten wir drei Viertel gut im Griff. Aber nun vergaßen wir unsere defensive Ordnung unerklärlicherweise für einige Minuten völlig. Nach Ballverlusten und Rebounds kam unser Gegner zwischen der 33. und 37. Minute zu mehreren Fastbreak Gelegenheiten, die uns von einem 37:38 auf ein 37:50 zurückfallen ließen. Auch zwei kurze Auszeiten in dieser Phase des Spiels vermochten nicht, den Fokus neu zu justieren.
Das Spiel war innerhalb von vier Minuten verloren. Die Körpersprache und unsere weiterhin zögerliche Offense erlaubten kein Comeback.
Insgesamt muss man konstatieren, dass wir mit einer biederen Leistung gegen einen biederen Gegner verloren haben. Wie wir nach dem Aufschwung gegen Magdeburg so mutlos, kraftlos und ohne Esprit auftreten können, bleibt ein Rätsel. Während des Spiels kam selten eine positive Grundaggressivität auf. Es fehlte dem Team heute an Führungsspielern, die die Mannschaft basketballerisch mitreißen und an Führungsspielern, die das Team verbal mitreißen.
Es darf gespannt beobachtet werden, ob das Team in den Trainingseinheiten bis zum nächsten Spiel am 19.11. eine entsprechende Reaktion zeigt.

Punkteverteilung
Chrissi Leuenberger 11 Punkte (1/2 Freiwürfe, 2 Dreier), Ricarda Wiek 7 (1/2), Anne Ruhnke 6, Hanna Pleyer 5 (3/4), Sophie Müller 4, Malia Hinz 3 (1x3), Therese Pleyer 2, Lea Hintze 2, Sophie Hohle

VfB Hermsdorf vs. USC Magdeburg — 65:66
Viertelergebnisse: 20:20, 19:24, 16:9, 10:13

Bittere Sache.

Punkteverteilung:
Chrissi Leuenberger 21 Punkte (4 Dreier, 1/2 Freiwürfe), Hanna Pleyer 12, Ricarda Wiek 8, Sophie Hohle 6 (4/6), Daniela Kranl 4, Annika Polak 4 (1x3, 1/2), Anne Ruhnke 3 (1/2), Sandrine Schlegel 3 (1/1), Lea Hintze 2, Sophie Müller 2 (0/1), Janina Kosche

VfB Hermsdorf vs. BG Zehlendorf — 50:68
Viertelergebnisse: 3:22, 13:12, 22:20, 12:14
Im ersten Heimspiel der Saison kassierten die Damen des VfB eine deutliche Niederlage gegen den Spitzenreiter aus Zehlendorf.
Auslöser dieser Niederlage war ein in dramatischer Weise schlechtes erstes Viertel, welches mit 3:22 verloren ging. Die Spieler zeigten in diesen ersten zehn Minuten nicht, dass sie gewillt sind, die Offensive durch entschlossene Aktionen ins Laufen zu bringen. Außerdem wurde in der Defensive unverständlicherweise mehrmals aus dem taktischen Teamkonzept ausgestiegen, was BG Zehlendorf jedes Mal umgehen mit Punkten bestrafte. Man muss dem Team zugutehalten, dass, sofern vier bis fünf klare Korblegerchancen aus Gründen der Nervosität nicht verlegt worden wären, der Abstand nach einem Viertel etwas geringer gewesen wäre. So war unser Gegner aber schon nach zehn Minuten auf der Siegerstraße.
Zumindest konnte der VfB danach den Schalter plötzlich umlegen und zeigte eine deutlich lebhaftere und entschlossenere Offense. Da Zehlendorf seine besten Spieler trotz der deutlichen Führung das ganze Spiel viel spielen ließ, kann man auch nicht nur davon sprechen, dass unser Gegner das Spiel schon abgehakt hatte. So wirkte es auch nicht.
Für die offensive Belebung sorgte meist die "kleine" Formation aus Annika, Hanna, Malia, Sophie M. und Anne. Das Spiel wurde teils schön in die Breite gezogen und dann der Ball ansprechend bewegt, sowie die Defense durch Penetration oder Kickout plus Wurf bestraft. So wie es eigentlich immer sein sollte. Keine "secret-plays", sondern einfacher und selbstbewusster Basketball bringen einen meist auf das Scoreboard.
Die verbesserte Offense und taktisch endlich disziplinierte Defense hatte zur Folge, dass man das zweite und dritte Viertel jeweils gewinnen konnte. Zwischenzeitlich spielte man sich sogar mehrmals auf 13 Punkte an den Gegner heran, doch das schlechte erste Viertel ließ immer zu viel Distanz zwischen uns und Zehlendorf, als dass wir dies an diesem Tag weiter aufholen konnten.
Die Tatsache, dass wir die letzten dreißig Minuten des Spiels mit insgesamt einem Punkt Vorsprung gewannen, sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir, welch Überraschung, angetreten sind, um dieses Spiel zu gewinnen. Das haben wir nicht geschafft, weshalb wir sehr enttäuscht sind und uns gegen des USC Magdeburg am 29.10. in die Pflicht nehmen, den ersten Saisonsieg zu holen.

Punkteverteilung:
Sophie Müller 11 Punkte (3 Dreier), Anne Ruhnke 9 (3/4 Freiwürfe), Hanna Pleyer 8 (1/2, 1x3), Annika Polak 7 (1x3), Malia Hinz 6 (1/2, 1x3), Isabell Biletzke 5 (1x3), Ricarda Wiek 4 (2/2), Lea Hintze, Sandrine Schlegel, Sophie Hohle

BG 2000 Berlin vs. VfB Hermsdorf — 57:46
Viertelergebnisse: 14:7, 16:15, 15:10, 12:14
Die 1. Damen verlieren ihre 2.Regionalliga-Premiere auswärts gegen die BG 2000 Berlin mit 57:46.
Hanna, Malia, Lea, Sandrine und Ricarda starteten für die ganz in schwarz angetretenen Hermsdorfer in die Saison. Diese Lineup zeigte in den ersten fünf Minuten hervorragende Defense und ließ unseren Gegner ohne Punkt. Im Gegenzug konnte man sich leider offensiv überhaupt nicht belohnen, verlegte einfache Möglichkeiten und hatte somit nur eine 3:0 Führung auf dem Scoreboard.
Es kam, wie es so oft kommt. Der Gegner kommt besser in das Spiel. Insbesondere durch eine ab Mitte des ersten Viertels katastrophale Leistung am defensiven Brett unsererseits, kommen unsere Gegner zu zwei, oftmals drei Abschlussmöglichkeiten in Folge. Wenn man so oft verteidigen muss, hat man weniger selbst den Ball und somit weniger eigene Korbabschlüsse. Das ist ziemlich logisch. Außerdem steigt dann oftmals die Foulbelastung, da man nun mal leider nicht immer völlig foul-frei verteidigen kann. So auch bei uns. In der eh schon kleinen Guard/Flügelrotation waren dann auch noch Spieler schnell foulbelastet.
BG 2000 kam nicht nur in das Spiel, sondern zog schleichend davon, sodass wir zum Viertelende mit 7:14 in Rückstand waren.
Im zweiten Viertel fing sich unsere Offense und konnte in einigen Szenen durch gutes Zusammenspiel überzeugen. Besonders hervorzuheben ist hier sicherlich Hanna, die offensiv nicht nur in diesem Viertel ein Aktivposten war. Zudem gelang es uns, etwas Kontrolle am Brett zurückzugewinnen. Das Spiel war fortan ausgeglichen. Den Rückstand, den wir uns im ersten Viertel eingehandelt hatten, konnten wir aber nicht entscheidend verkürzen.
Beim 22:30 zur Halbzeit war natürlich noch alles drin, auch wenn man den Kräfteverschleiß einiger Spieler, die unglaublich viele Minuten abreißen mussten, schon merkte.
Trotz eindringlicher Warnung fingen wir uns zum Anfang des dritten Viertels eine 6:0 Serie und ließen BG 2000 auf 22:36 davonziehen. Nach einer Auszeit konnten wir uns wieder fangen und das Spiel wieder ausgeglichen gestalten. Was jedoch abermals bedeutete, dass wir den Rückstand nicht nennenswert verkürzen konnten. Immerhin attackierte das Team in der Folge tatkräftig den Korb und zog, insbesondere durch Malia, viele Freiwürfe.
Obwohl wir zu Beginn des vierten Viertels nochmal auf 35:45 verkürzen konnten, schafften wir es bis zum Buzzer nicht mehr in Schlagdistanz. Die Spieler mühten sich nach Kräften, hatten in einer Phase, als wir mehr riskierten mussten, mehrere gute Sequenzen in der Pressverteidigung und setzten BG 2000 unter Druck. Man sah aber auch, dass für einen Turnaround die Kraft und Tiefe in der Rotation auf den Positionen 1-3 fehlte, auf denen wir nur vier Spieler zur Verfügung hatten.
Insgesamt ein Spiel, in dem offensiv bis auf Hanna und Malia einigen im Team das Selbstbewusstsein und die Entschlossenheit fehlte und in dem defensiv einen Großteil der Spielzeit gut verteidigt wurde, aber gerade die Sequenz im ersten Viertel, in dem wir völlig die Kontrolle am Brett verloren, die Führung von BG 2000 begründete.
Am kommenden Samstag treffen wir mit der BG Zehlendorf auf einen noch stärkeren Gegner und selbsterklärten Aufstiegsfavoriten. Das Team ist natürlich motiviert, eine hervorragende Heimpremiere auf das Parkett zu legen. Tip-Off ist um 19 Uhr.

Punkteverteilung:
Malia Hinz 14 Punkte (6/11 Freiwürfe), Hanna Pleyer 10 (2/3), Ricarda Wiek 7 (1/2), Sandrine Schlegel 4, Anne Ruhnke 4 (4/8), Sophie Müller 4, Laura Golz 2, Lea Hintze 1 (1/2), Daniela Kranl, Isabell Biletzke